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Aktuelle News der Bürgerstiftung

Dankeschön-Abend 2019 der Bürgerstiftung Bergatreute

dankeschoen abend 2019 der buergerstiftung bergatreute 1 20191121 1362674437Im Bürgersaal der Gemeindehalle trafen sich geladene Gäste zu einer Dankeschön-Feier der Bürgerstiftung Bergatreute.

Zum Auftakt der Veranstaltung boten die attraktiven Damen des Chores „Intakt“ unter der Leitung von Heidi Reiser schöne Klänge mit den Stücken „Schuld war nur der Bossa Nova“ und „Java Jive“. Diese wurden mit einem E-Piano oder Akkordeon sowie Gitarre und Ukulelen begleitet.

Danach wurden die Anwesenden durch den Sprecher der Bürgerstiftung, Herrn Helmfried Schäfer herzlich begrüßt. Die Bürgerstiftung ist auf Spenden und auf Aktionen wie Bürgerball, Blutspenden und kulturelle Veranstaltungen angewiesen. Erfolge waren die Buchvorstellungen von Paul Sägmüller und das Buch mit dem Mailverkehr Schäfer/Barzcyk „Und das alles wegen einer Straßenlampe….“ im jeweils gut besuchten Bürgersaal, die für alle Besucher unterhaltsame und vergnügte Ereignisse darstellten. Die Bürgerstiftung hatte sich auch beim Ferienprogramm engagiert und Einsätze beim Bauernhausmuseum in Wolfegg getätigt.

Nun folgte die Darbietung des in mittelalterlicher Kleidung auftretenden Harfenisten Arno von der Biegenburg aus Aulendorf, der drei schöne mittelalterliche Lieder präsentierte.

264 Personen bei 36 Erstspendern haben im August Blut gespendet. Für die Bürgerstiftung Bergatreute sind diese Blutspenden sehr wichtig. Helmfried Schäfer appelliert an alle Vereine, vor allem ihre jugendlichen Mitglieder zu animieren. Zusammen mit Joachim Fischer und Evi Dobner vom DRK Bad Waldsee wurden die erfolgreichen Blutspender geehrt, bei denen man sich herzlich für ihr Engagement und für ihren uneigennützigen Dienst bedankte. Ausgezeichnet wurden für 10-maliges Blutspenden Jenny Gößwein, Samuel Hepp und David Strehle, für 25-maliges Blutspenden Alexander Ströble und Hannelore Wodniok (Richard Schäfer war verhindert); für 50-maliges Blutspenden Thorsten Schaefer. Ein Highlight war die Ehrung für das 75-malige Blutspenden von Artur Weishäupl (Guiseppe Pennachio war leider verhindert). Alle Blutspender erhielten einen freundlichen und anerkennenden Beifall.

Die drei zahlreichsten Blutspende-Gruppen erhielten einen Zuschuss: der Musikverein Bergatreute, der Sportverein Bergatreute und der Musikverein Molpertshaus. Helmfried Schäfer bedankte sich auch ausdrücklich bei den Ersthelfern Barbara Schäfer, Johannes Kieble, Tobias Mahler, Rico Schubert und Thorsten Schäfer, die bei Notfällen immer bereit stehen.

Es folgten weitere schöne Stücke an der Harfe durch Arno von der Biegenburg.

Aus den Erträgen der Veranstaltungen nahmen anschließend Bürgermeister Helmfried Schäfer und Vorsitzender Paul Jung die Prämierung der Bergatreuter Institutionen vor. Entschieden hatte sich die Bürgerstiftung für die Senioren Bergatreute und für den Jugendtreff Bergatreute. Gerne wurden die Vorzeige-Schecks von den Vertretern Katharina Pruch und Blandina Stehle entgegengenommen.

Weitere Lieder des Chores „Intakt“ folgten, z.B. “Bei mir bist Du schön“, Sentimental Journey“ und das lustige Lied „Für Frauen ist das kein Problem“. Diese Lieder wurden durch die exzellente Trompete von Raimon Dörr unterstützt.

Bürgerstiftungssprecher Helmfried Schäfer berichtete auch über den allseits geschätzten Bürgerbus, der dieses Jahr für 76 Fahrten gebucht wurde. Dabei wurden fast 25.000 km gefahren. Momentan macht sich die Bürgerstiftung Bergatreute Gedanken darüber, den inzwischen in die Jahre gekommenen Bürgerbus gegen einen gebrauchten, gut erhaltenen Bus auszutauschen.

Helmfried Schäfer bedankte sich am Schluss bei der Bevölkerung von Bergatreute, bei allen Sponsoren für die Unterstützung der Bürgerstiftung sowie bei allen Vereinen für die Mitwirkung beim Bürgerball und der Blutspende-Aktion. Sein Dank galt auch den wichtigen Zeitstiftern, die bei den Bürgerstiftungs-Veranstaltungen immer gerne helfen und allen Mitgliedern der Bürgerstiftung.

Der Chor „Intakt“ sang zum Abschluss weitere fetzige Lieder wie „Ciao bella Ciao“ und „Dream a little dream“ und widmete dem Bürgerstiftungsvorsitzenden Paul Jung das schöne Stück „Herz wia a Bergwerk“.

Zum Ausklang des Abends lud Bürgermeister Helmfried Schäfer alle Anwesenden zum Verzehr der Getränke und des Buffets mit belegten Brötchen ein, die von Sportheim-Wirt Reinhard Beingrübl geliefert wurden. Die Damen der Bürgerstiftung hatte freundlicherweise alles bereitgestellt. So endete der unterhaltsame Abend mit Essen, Trinken und angenehmen Gesprächen.

Text und Fotos: Wolfgang Reumont

Buchvorstellung 2019 Schäfer

Buchvorstellung von Bürgermeister Helmfried Schäfer

buchvorstellung 2019 helmfried schaefer 1 20191106 1760162191Der Bergatreuter Bürgermeister hat sich getraut: Gemeinsam mit Bernhard „Barny“ Bitterwolf hat er das Buch „Und alles wegen einer Straßenlampe...“ über seinen von gegenseitigem Respekt geprägten, nichts desto trotz höchst amüsanten Mailverkehr mit dem vor einem halben Jahr verstorbenen, ehemaligen Bad Waldseer Stadtarchivar Michael Barczyk, im Bürgersaal in Bergatreute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Sie haben ihn einige schlaflose Nächte gekostet, die Vorbereitungen für die Buchpräsentation, gibt Helmfried Schäfer, der Bürgermeister Bergatreutes und Mitautor des Buches zu. Aber an diesem Dienstagabend war dann alles vergessen: Gemeinsam Barny Bitterwolf, der die Rolle von Michael Barczyk bei der Lesung perfekt ausfüllte, weil er mit diesem eng befreundet war und diesen und seinen für manchen Zeitgenossen etwas eigen wirkenden Humor bestens kannte, las er einige Passagen aus dem elektronischen Briefwechsel, den die Beiden zwischen 2009 und 2012 miteinander führten, in welchem die beiden Schreiber mal ironisch mal bissig das Dorfgeschehen und die große Politik kommentierten.

Die Vorgeschichte: Michael Barczyk, der ehemalige Gymnasiallehrer und damalige Stadtarchivar von Bad Waldsee lebte in dem Ortsteil Abetsweiler ruhig und friedlich, bis ihm die Gemeinde Bergatreute eine Segnung vor sein Haus hingestellt hatte, die ihn um den Schlaf brachte: Direkt vor seinem Schlafzimmerfenster brannte nun Nacht für Nacht eine Straßenlampe, welche die benachbarte Straßenkreuzung beleuchten sollte – und zwar durchgängig. Um seine Nachtruhe wieder zu finden, schrieb er also eine Mail an den Bürgermeister, die dieser ob der elegant verpackten Kritik zunächst nicht ein zu ordnen wusste. Schäfer ließ seine zunächst sehr geharnischte Antwort – getreu dem Ratschlag von Stuttgarts Alt-OB Manfred Rommel – erst einmal eine Nacht liegen, um sie dann am Tag danach noch einmal zu überarbeiten und dem bissig ironischen Ton von Barczyck anzugleichen. Was sich dann als Glücksgriff herausstellen sollte...

Selten war der Begriff „Lampenfieber“ angebrachter als an diesem Abend. Zum einen beim Bürgermeister, der im Vorfeld der Präsentation manche Nacht fast schlaflos verbracht hatte, zum anderen aber weil sich im Bürgersaal annähernd 80 erwartungsvolle Besucher drängten, als Barny Bitterwolf mit seiner Gitarre gemeinsam mit dem ehemaligen Lehrer an der Bergatreuter Schule, Hans-Peter Hirthhammer mit seiner Querflöte, die Buchpräsentation und Lesung musikalisch eröffnete. Schäfer wäre nicht Schäfer hätte er sich nicht auch dafür etwas Besonderes einfallen lassen: So stand doch tatsächlich ein „Corpus delicti“ auf der kleinen Bühne – die sicherheitshalber nur 25 cm hoch war, der Unfall von Wirtschaftsminister Altmaier ließ grüßen – das dann auch tatsächlich funktionierte (!), und so dem Publikum einen guten Eindruck vermittelte, wie in das Barczyck´sche Heim hineingeleuchtet wurde bzw. noch wird.

Im angenehm warmen Licht der Straßenlampe begannen die Beiden nun die aus dem März 2009 beginnenden Kabbeleien zu lesen, des öfteren unterbrochen von Bitterwolfschen Einwürfen, nachdem Barczyk bei einer der nächsten Mails („Mea culpa, des woisch?“) seinen Fauxpas bezüglich der neuen Homepage des Ortes zugab. Natürlich nicht ohne dem Bürgermeister noch bissig – ob dessen geöffneten Sakkos auf dem Begrüßungsbild der Homepage – „eine mitzugeben“.

Nebenher erfuhren die Besucher, die dank der Bewirtung durch die Bürgerstiftung Bergatreute nicht auf dem Trockenen saßen, auch noch einiges Hintergrundwissen, weil Bitterwolf nicht nur in die Rolle Barczyk´s schlüpfte, sondern darüberhinaus mit Helmfried Schäfer auch noch ein Interview führte.
Ob der Schriftwechsel wohl als Buch geplant worden sei wollte er wissen. Die Antwort Schäfers: „Nein, wir haben zwar hin und wieder damit kokettiert, zwei Exemplare zu drucken und sie dann irgendwo für die Nachwelt zu vergraben.“ Auf die Frage nach den Alleinstellungsmerkmalen des Buches sagte Schäfer: „Ich kenne kein Buch, das so lückenlos und auch schonungslos einen Schriftverkehr dokumentiert.“ Zum Beispiel schrieb Helmfried Schäfer unter ein Urlaubsbild des leidenschaftlichen Hobby-Koches und genussvollen Essers Barczyk: „Der Hummer hat es hinter sich, Sie noch vor sich!“ Mit ihrem speziellen Humor schonten die beiden einander nicht.


Schäfer war Paul Sägmüller, dem Verleger des Büchleins, sehr dankbar, dass es 1:1 und ungekürzt so erscheinen konnte. Die Sache sehr erleichtert habe, dass Karina Barczyck, die Witwe des sehr belesenen Michael Barczyck, als Lektorin bei einem Verlag arbeitet und nachdem sie bei einer Zugfahrt das Manuskript gelesen hatte und dabei mehrmals geschmunzelt bzw. laut gelacht habe, dem Projekt den letzten „Schucker“ gegeben hat: „Bringen sie es heraus!“

Angesprochen auf ihr beider Verhältnis, sagte Schäfer: „Es war ein inniges Verhältnis, obwohl wir keine Duz-Freunde waren.“ Keiner sei auf diese Idee gekommen, wohl auch weil ihr Verhältnis sehr von gegenseitigem Respekt geprägt war und sie „auf der gleichen Wellenlänge sendeten“. Der Gewinn vom Buchverkauf geht übrigens 1:1 an die Bürgerstiftung.

Am Ende der rund eineinhalb Stunden dauernden Lesung lüftete Helmfried Schäfer dann auch noch das Geheimnis, wie die Gemeinde die Nachtruhe für Barczyk wiederherstellen konnte. Der ehemalige Bauhofleiter Vonier habe die geniale Idee gehabt: Mit Alufolie.

Zum Abschluss bedankte sich Helmfried Schäfer bei allen, die an dem Projekt und dem Abend mitgewirkt hatten, beim Verleger, der Volksbank Ravensburg-Weingarten, die einen Großteil der Druckkosten übernommen hatte, bei den Musikern, aber speziell natürlich bei Barny Bitterwolf, der die Rolle von Barczyck perfekt ausgefüllt habe, sowie der Bürgerstiftung für die Bewirtung, ehe er sich an dem Verkaufstisch zum Signieren des 9,90 € kostenden Büchleins niederließ.

Text: Ulrich Gresser
Fotos: Wolfgang Reumont


  • Ich habe gespendet, da ich in der Bürgerstiftung sehr viel gutes sehe und ich mir und meinen Mitbürgern in jeder Lebenslage der Unterstützung der Bürgerstiftung sicher bin.
    Rita Berger
     
  • Es war mir eine Ehre über so viele Jahre Vorstand der Bürgerstiftung gewesen zu sein. Die Stiftung ist bekanntlich die kleine Schwester der Spende.
    Helmut Widmann
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